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Die Tag-und-Nacht-Gleiche des Frühjahrs

In vielen Kulturen der alten und der neuen Welt war und ist dieser Zeitpunkt eines der höchsten Feste - und das ist es auch bei uns versteckt bis heute:

Nachdem die Nordvölker als alte indo-germanische Sonnenanbeter im alttestamentarischen Rucksack des Christentums auch den alten hebräischen Mondkult übernahmen, hatte der Mond aber nun ein "Mitspracherecht".

So feiern wir heute halt Ostern, das ja als Sonntag nach dem ersten Vollmond nach eben der Frühjahrsgleiche definiert ist.

Auch wenn es sehr unwahrscheinlich auf den Tag der Gleiche fällt, überschneidet es sich doch sehr häufig mit den Festen der anderen indogermanischen Kulturen, da diese es oft Tage- bis Wochenlang feiern.

Zum ebenso energetisch wie symbolisch voll berechtigten Osterdatum sei an anderer Stelle mehr geschrieben.

Das bedeutet aber umgekehrt auch, das die Frühjahrsgleiche bei uns immer in die Fastenzeit zwischen Karneval und Ostern fiel und dadurch mit erhöhter Achtsamkeit begangen wurde.

Tradtitionelle Hindus halten das vermutlich für sehr vernünftig: Sie feiern um diese Zeit auch für 9 Tage Navrati und oft im direkten Anschluss noch weitere heilige Tage.

In vielen Yogaschulen gilt diese Zeit als enorm günstig, körperliche oder geistige Hindernisse zu überwinden oder aufzulösen und sein Gleichgewicht zu vertiefen.

Viele Menschen erleben diese Zeit oft als sehr aufbringend, ob das an einer gesteigerten Erregsamkeit oder vermehrten "verrückten Zwischenfällen" liegt oder ganz was anderem sei mal dahin gestellt.

Sehr achtsame Menschen begreifen diese Zeit aber auch als Chance, inmitten dieser Geschehnisse "Zünglein an der Waage" sein zu können und damit viel zu bewegen.

Auf einer Symbolebene könnte man das als eine Art "Nullpunktfeld" betrachten, von dem ja oft in alternativmedizinischen Kreisen gesprochen wird - hier zwischen Licht und Dunkelheit.

Astrosophisch kann man das auch so sehen, hier gilt aber das Spannungsfeld von Ende und Anfang des Tierkreis:

Nachdem in den Fischen das Auflösen oder Absterben des Alten als Ende stattfindet, beginnt im Pionierzeichen Widder für die Sonne nun eine neue Reise.

Die Frühjahrsgleiche bedeutet astrologisch, daß die Sonne auf exakt 0 Grad Widder steht - was die Astrologen die kosmische Spalte nennen.

Diese ist so etwas wie ein "Überraschungspaket" im Tierkreis, an der Astrologen unvorhersehbare Ereignisse und Manifestationen des entsprechenden Planeten erwarten.

Der Planet - also hier die Sonne - bekommt bei seinem Start für die neue Reise durch den Tierkreis also hier immer einen unvorhersehbaren Einfluss mit.

Rudolf Steiner raunte einst, daß von den Anfangsgraden des Widders die Christuskraft auf die Weltgeschichte einstrahlt.

Ob man so weit gehen kann entzieht sich den meisten Menschen der Prüfbarkeit - aber dennoch lassen sich sehr häufig große Weltgeschichtliche Ereignisse mit kosmischen Schwergewichten auf diesen Tierkreisgraden beobachten:

Als Uranus (Planet der Schwingungen und somit auch der Erdbeben) nach ein paar hundert Jahren 2011 dort wieder erschien ereignete sich am selben Tag die Fukushimakatastrophe.

Dieses Jahr trafen sich dort Neptun und Saturn - Irankrieg und Epsteinveröffentlichungen waren dass, was wir sehen konnten, doch Täuscher und Trickser Neptun hat sicher noch einiges anderes hervorgerufen was vielleicht jetzt noch belanglos erscheint doch in ein paar Jahren als Wendepunkt der Geschichte gelten wird.

So wie z. B. die Monroe-Doktrin der USA, die 1823 erlassen wurde als Pluto zuletzt in der kosmischen Spalte war: Die harmlos als Akt der Emanzipation von England erscheinende Doktrin begründete die US-Kriegspolitik durch die Weltkriege über Vietnam bis zum heutigen Irankrieg.

Es muss also nicht immer ein Sieg des Lichtes für jeden einzelnen sein, wenn an diesem Datum - das in vielen Kulturen auch Neujahr ist - die Sonne diesen Tierkreisgrad durchschreitet und gleichzeitig die Tage länger als die Nächte werden.

Insbesondere die, die diese Tage nicht mit der gebotenen Achtsamkeit begehen, können diese Tage auch sehr unschön erleben.

Es müssen aber auch nicht immer große Rituale sein, wobei eigentlich die meisten alten Völker dachten daß mit diesen die Menschheit den Jahreszeiten die Kraft verleiht, daß diese sich gut entfalten können und uns Speisekammern und Scheunen füllen.

Wenn man diese Tage einfach nur mit Achtsamkeit und Anspruch an sich Selbst begeht, wird das Leben schon die Themen an einen herantragen, die für den Einzelnen dann aufgelöst oder erlöst werden dürfen.

Dennoch ist es wünschenswert, dass möglichst viele Menschen an diesen Tagen - auf welche Art und Weise auch immer - die Sonne für ihre zahllosen Wohltaten feiern:

Ein indigener Ältester sagte einst, daß unsere Jahreszeiten erkrankt sind, weil wir diese Rituale nicht mehr mit ausreichender Menschenzahl feiern.

Und wir erinnern uns: Als 2021 das Vertreiben der bösen Wintergeister (Karneval) durch den Lockdown verhindert wurde hatten wir nicht nur das ganze Jahr durch keinen Sommer sondern auch die Flutkatastrophe im Ahrtal.

Vielleicht macht es schon etwas aus, wenn man an diesem Tag das Angesicht Richtung Sonne wendet und einfach Dankbarkeit ausstrahlt oder ausspricht, vielleicht noch etwas Räucherwerk darbringt oder ein Lied singt.

Rein astrologisch kann man diesem Ereignis nur 1-2 Tage Wirkdauer zugestehen - doch astroenergetisch kann man erfahrungsgemäß durchaus großzügig von 5 Tagen vorher bis 2 Tagen danach vermehrt mit "besonderen Vorkommnissen" rechnen.

Und wer nach der Prämisse lebt "Ich glaube nur was ich auch sehen kann" wird vielleicht ohnehin ein Paar Tage früher dran sein:

Denn das sogenannte Equilux - das mit den Augen erfassbare Sonnenlicht in gleicher Dauer mit der Dunkelheit der Nacht - findet immer schon ein Paar Tage vor dem Equinox statt.

Das liegt daran, daß sich das Sonnenlicht in der Atmossphäre ähnlich wie mit einem Periskop spiegelt.

Am Meer sieht man die Sonne so z. B. schon wenige Minuten vor Sonnenaufgang und auch noch wenige Minuten nach Sonnenuntergang - wer das schon erlebte, weiß aber auch daß diese ersten und letzten Sonnenstrahlen noch nicht richtig wärmen und zudem irgendwie "unwirklich" erscheinen.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind aber mathematisch exakt durch die Oberkannte der Sonnenscheibe an einem idealen östlichen Horizont (Aszendent) und dem Sonnenuntergang an einem idealen westlichen Horizont (Deszendent) definiert.

Wem das jetzt noch nicht naturwissenschaftlich kompliziert genug ist sei gesagt, daß nur zu den Gleichen die Sonne genau im Osten auf und genau im Westen untergeht.

Denn an den Wenden ändert sie stets ihre Ausrichtung: Der Punkt des Sonnenaufgangs wandert von Wintersonnenwende bis Sommersonnenwende Nordwärts und da ab bis Wintersonnenwende südwärts. 

Und an den Tagen der Gleichen geht sie dann genau im Osten auf, während sie sonst eben nur (nord- oder süd-)östlich aufgeht.

Da scheint es doch weise von unseren Ahnen gewesen zu sein, daß sie lieber einen größeren Zeitraum als einen einzelnen punktuellen Tag wählten.

Unsere heidnischen und christlichen Ahnen in Mitteleuropa wählten da möglicherweise von Karneval bis Ostern sogar den längsten Zeremonialzeitraum und begingen ihn mit ebenso viel gebotenem Ernst wie Ausgelassenheit als Geburtsprozess des neuen Jahres.

Denn auch das Christentum ist trotz semitischer Mondlastigkeit im Kern ein Sonnenkult, und der Vollmond - der astrosophisch immer als Vollendung oder Abschluss eines Geschehens gilt - ist da sicher eine passende Ergänzung.

Dennoch haben wir als Erdenhüter beschlossen, der Spenderin allen Lichtes, allen Lebens und aller Nahrung auf diesem Planeten an diesem Tage besonders die Ehre zu erweisen.

Dazu wünsche ich uns allen das Beste.

Marcel

 
 
 

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